Fotos – Nadeln: Gmihail at Serbian Wikipedia, CC BY-SA 3.0 rs, via Wikimedia Commons · Zapfen: Gmihail at Serbian Wikipedia, CC BY-SA 3.0 rs, via Wikimedia Commons

Herkunft & Standort

Die Weißtanne ist ein heimischer Nadelbaum der Mittelgebirge und Alpen und kann über 50 Meter hoch und 600 Jahre alt werden. Früher war sie in vielen Bergwäldern weit verbreitet, wurde aber durch Wildverbiss, Luftverschmutzung und den Anbau von Fichten zurückgedrängt. 2004 war sie Baum des Jahres.

Im Klimawandel

Seit den Dürrejahren ab 2018 sind auch im Taunus große Teile der Fichtenwälder durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben. Die Weißtanne gilt als die heimische Hoffnung für diese Flächen: Untersuchungen in Deutschland und Österreich zeigen, dass sie mit Trockenheit deutlich besser umgehen kann als die Fichte.

Ihr größter Vorteil liegt im Boden: Mit ihrer kräftigen Pfahlwurzel verankert sie sich tief und erschließt Wasser aus tieferen Schichten. Bei Stürmen stürzen deshalb um ein Vielfaches mehr Fichten um als Tannen.

Wertvoll für Natur und Mensch

Als Schattenbaumart kann sie geduldig unter älteren Bäumen heranwachsen und so stufige, stabile Mischwälder aufbauen. Ihre Nadeln sind für Rehe besonders schmackhaft – junge Tannen brauchen deshalb oft Schutz. Ihr helles, harzfreies Holz ist im Bau gefragt, und ihre aufrechten Zapfen zerfallen schon am Baum, sodass man am Boden nur einzelne Schuppen findet.