Herkunft & Standort
Die Stieleiche ist eine der prägenden Baumarten Mitteleuropas und kann über 800 Jahre alt werden. Sie bevorzugt feuchtere, schwere Lehm- und Tonböden und wächst gern in Auen und Niederungen. Als erster Baum des Jahres überhaupt wurde sie 1989 ausgezeichnet.
Im Klimawandel
Eichen kommen mit Trockenheit und extremen Wetterlagen insgesamt deutlich besser zurecht als die Buche. Mit ihrer tiefen Pfahlwurzel steht die Stieleiche fest im Boden und trotzt Stürmen. Im Klimawandel gewinnen Eichen deshalb an Bedeutung.
Ganz unverwundbar ist sie aber nicht: Wenn Raupen sie in mehreren Jahren hintereinander kahl fressen und dann noch ein trockener Sommer folgt, kann es zum „Eichensterben“ kommen. Auf trockeneren Standorten ist die Traubeneiche deshalb oft die bessere Wahl – im Mischwald ergänzen sich beide.
Wertvoll für Natur und Mensch
Kaum ein heimischer Baum bietet so vielen Tierarten Nahrung und Lebensraum wie die Eiche – von Hirschkäfer und Eichenwickler bis zu Mittelspecht und Eichelhäher. Der Häher vergräbt im Herbst Tausende Eicheln als Wintervorrat und vergisst viele davon: So pflanzt er neue Eichen. Ihr hartes, dauerhaftes Holz wird seit Jahrhunderten für Fachwerk, Möbel und Fässer verwendet.