Herkunft & Standort
Die Roteiche stammt aus dem Osten Nordamerikas und wird seit rund 300 Jahren in Europa angebaut. Mit etwa 64.000 Hektar ist sie heute die häufigste nicht heimische Laubbaumart in deutschen Wäldern. Im Herbst färbt sich ihr großes, spitz gelapptes Laub leuchtend rot.
Im Klimawandel
Als Baum des Jahres 2025 wurde sie bewusst wegen des Klimawandels gewählt: Sie wächst schnell, ist anspruchslos, verträgt Trockenheit und ist widerstandsfähiger gegen Schädlinge, Krankheiten und sogar Waldbrände als unsere heimischen Eichen.
Gleichzeitig ist sie umstritten. Das Bundesamt für Naturschutz stuft sie als invasiv ein, weil sie sich selbst ausbreiten kann. Sie bietet weniger Insekten Nahrung als heimische Eichen, und ihr Laub zersetzt sich nur langsam. Als Beimischung in Nadelwäldern gilt sie dagegen eher als Bereicherung. Sinnvoll ist sie deshalb in kleinen Anteilen – als Ergänzung, nicht als Ersatz für heimische Eichen.
Wertvoll für Natur und Mensch
Ihre dicken Eicheln mit flachem Becher reifen erst im zweiten Jahr und werden von Eichelhähern und Wildschweinen gefressen. Ihr Holz ist hart, aber weniger dauerhaft als das der heimischen Eichen.