Fotos – Der ganze Baum: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons · Blätter: Agnieszka Kwiecień, Nova, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Herkunft & Standort

Die Rosskastanie stammt aus wenigen Bergwäldern Griechenlands, Albaniens und Nordmazedoniens. Seit dem 16. Jahrhundert wird sie in Mitteleuropa als Park-, Allee- und Biergartenbaum gepflanzt – wegen ihres Schattens und ihrer prachtvollen Blüten. 2005 war sie Baum des Jahres.

Im Klimawandel

Die Rosskastanie hat es derzeit schwer: Die Kastanienminiermotte, ein Kleinschmetterling aus Südosteuropa, lässt ihre Blätter schon im Sommer braun werden – vermutlich begünstigt durch die wärmeren Temperaturen. Dazu kommt eine Rindenkrankheit durch ein Bakterium. In ihrer kleinen Heimat gilt sie sogar als gefährdet.

Sie ist deshalb keine Hauptbaumart für den Zukunftswald, sondern eine Ergänzung an Waldrändern und Lichtungen – dort, wo sie Tieren Nahrung bietet und Menschen Freude macht.

Wertvoll für Natur und Mensch

Im Mai sind ihre weißen Blütenkerzen eine reiche Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln; die Farbe der Saftmale wechselt von Gelb zu Rot, sobald eine Blüte bestäubt ist. Ihre glänzenden Früchte sind für uns Menschen nicht essbar, werden aber gern von Wildtieren gefressen – daher der Name: Früher fütterte man sie an Pferde.