Herkunft & Standort
Die Echte Mehlbeere ist ein kleiner Baum oder großer Strauch, meist 10 bis 15 Meter hoch. Sie wächst an sonnigen Waldrändern, auf felsigen Kuppen und an kalkreichen Hängen – dort, wo andere Bäume an ihre Grenzen kommen. Ihren Namen hat sie von ihren Früchten, die früher getrocknet und gemahlen unter das Mehl gemischt wurden. 2024 war sie Baum des Jahres.
Im Klimawandel
Ihr Geheimnis ist der dichte, weiße Haarfilz auf der Blattunterseite: Er schützt vor Verdunstung und starker Sonne. In sehr trockenen Sommern berichten Förster, dass Mehlbeeren noch grün und vital aussehen, während Buchen, Eichen und Kiefern bereits leiden.
Allerdings ist sie konkurrenzschwach: Sie braucht viel Licht und wächst langsam. Im Mischwald muss man ihr deshalb Platz verschaffen – dann ist sie ein bereicherndes Element für den Zukunftswald.
Wertvoll für Natur und Mensch
Im Mai trägt sie weiße Blütendolden, die viele Insekten anlocken. Im Herbst leuchten ihre orange-roten Früchte, die Drosseln, Seidenschwänze und andere Vögel bis in den Winter versorgen. Wenn der Wind in ihre Krone fährt, schimmert sie silbrig – ein schöner Anblick am Waldrand.