Herkunft & Standort

Die Flaumeiche ist im Mittelmeerraum und in Südosteuropa weit verbreitet. In Deutschland kommt sie nur an wenigen, besonders warmen und trockenen Stellen vor, zum Beispiel am Kaiserstuhl – Reste aus einer früheren Warmzeit. Ihren Namen verdankt sie den fein behaarten jungen Trieben und Blattunterseiten. Oft wächst sie eher knorrig und niedrig.

Im Klimawandel

Unter den Eichen ist sie die Hitzespezialistin: Sie kann selbst bei großer Trockenheit noch Photosynthese betreiben, wenn Stieleichen längst ihre Spaltöffnungen schließen müssen. Damit gehört sie zu den Baumarten, die im Klimawandel die heimische Palette ergänzen sollen.

Weil es in Deutschland keine zugelassenen Saatgutbestände gibt, holen Forstinstitute Eicheln aus Frankreich und erproben die Flaumeiche derzeit auf Versuchsflächen. Sie bei uns zu pflanzen, ist also echte Pionierarbeit.

Wertvoll für Natur und Mensch

Wie alle Eichen bietet sie unzähligen Insekten Nahrung, und ihre Eicheln werden von Eichelhäher, Wildschwein und Eichhörnchen gefressen und verbreitet. Weil sie mit der Traubeneiche verwandt ist und sich mit ihr kreuzen kann, trägt sie auch Erbgut für Trockenheitstoleranz in unsere Eichenwälder.