Fotos – Der ganze Baum: Martinus KE, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons · Blätter: Martinus KE, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons · Früchte: Hladac, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Herkunft & Standort

Die Baumhasel ist eine nahe Verwandte unserer Haselnuss, wächst aber nicht als Strauch, sondern als stattlicher Baum mit geradem Stamm und kegelförmiger Krone. Ihre Heimat reicht vom Balkan über die Türkei und den Nordiran bis nach Afghanistan – Regionen mit heißen, trockenen Sommern und kalten Wintern.

Bei uns kennt man sie vor allem als robusten Straßenbaum in Städten. Im Wald ist sie dagegen noch ein Neuling.

Im Klimawandel

Genau das macht sie für die Forstwirtschaft interessant: Mit ihrer tiefen Pfahlwurzel erschließt sie Wasser auch aus trockenen, steinigen Böden und steht dadurch sehr fest. Lange galt sie deshalb als einer der großen Hoffnungsträger für den „Klimawald“.

Inzwischen ist das Bild differenzierter. Auf Versuchsflächen beobachten Forstleute in den letzten Jahren bei manchen Bäumen lichte Kronen, vorzeitigen Blattfall und abgestorbene Triebe, oft verbunden mit einem Blattpilz. Fachleute empfehlen die Baumhasel deshalb nicht für große Flächen, sondern nur in kleinen, gut beobachteten Gruppen im Mischwald – und genau so viel Vorsicht gehört zu einem verantwortungsvollen Waldumbau dazu.

Wertvoll für Natur und Mensch

Schon im Februar und März hängen ihre gelben Kätzchen an den Zweigen und liefern den ersten Pollen des Jahres für Wild- und Honigbienen. Im Herbst trägt sie kleine, sehr hartschalige Nüsse in einer auffällig fransigen Hülle. Sie sind essbar, werden aber vor allem von Eichhörnchen und Mäusen gesammelt.