Herkunft & Standort
Ohne den Menschen wäre ein Großteil Deutschlands von Buchenwäldern bedeckt. Die Rotbuche verträgt viel Schatten, wächst geduldig unter dem Kronendach anderer Bäume heran und bildet dann hohe, dunkle „Hallenwälder“. Ihren Namen hat sie vom leicht rötlichen Holz. Sie war gleich zweimal Baum des Jahres: 1990 und 2022.
Im Klimawandel
Die Dürrejahre 2018 bis 2020 haben gezeigt, dass auch die Buche verwundbar ist: In vielen Regionen starben Kronen ab, auf trockenen Standorten sogar ganze Bestände. Forscher erwarten, dass sie es in Zukunft vor allem in tiefen, warmen Lagen schwerer haben wird.
In den kühleren, niederschlagsreicheren Höhenlagen der Mittelgebirge – wie bei uns im Hochtaunus – bleibt sie aber eine wichtige Baumart. Im klimastabilen Mischwald ist sie deshalb ein Baustein von vielen: gemischt mit trockenheitsverträglicheren Arten, damit der Wald nicht von einer einzigen Art abhängt.
Wertvoll für Natur und Mensch
Ihre Bucheckern sind Nahrung für Eichelhäher, Kleiber, Wildschweine und Mäuse. Ihr Laub bildet eine nährstoffreiche Humusschicht, und alte Buchen mit Höhlen sind Wohnraum für Spechte, Fledermäuse und Hohltauben. Das Holz ist hart und wird für Möbel, Parkett und Treppen geschätzt.