Herkunft & Standort
Die Douglasie stammt aus dem Westen Nordamerikas, wo sie über 60 Meter hoch wird. Seit dem 19. Jahrhundert wird sie in Deutschland angebaut und ist heute die häufigste nicht heimische Nadelbaumart. Benannt ist sie nach dem schottischen Botaniker David Douglas, der ihre Samen nach Europa brachte.
Im Klimawandel
Viele Förster sehen in ihr eine Alternative zur Fichte: Sie wächst sehr schnell, liefert hervorragendes Bauholz und kommt mit Trockenjahren deutlich besser zurecht als die Fichte. Forschungsergebnisse zeigen allerdings auch ihre Grenzen: Mit Dürre kommt sie schlechter zurecht als die Buche, und im trockenen Jahr 2022 starben vielerorts junge Douglasien ab.
Naturschutzverbände sehen große Douglasien-Reinbestände kritisch, weil heimische Insekten wenig mit ihr anfangen können. Fachleute empfehlen sie deshalb als Mischbaumart, etwa zusammen mit Buche – so verbindet sie Klimastabilität mit Artenvielfalt.
Wertvoll für Natur und Mensch
Ihr festes, harzreiches Holz eignet sich hervorragend für Bau, Fassaden und Terrassen. Zerreibt man ihre weichen Nadeln, duften sie nach Zitrone. Unverwechselbar sind ihre hängenden Zapfen mit den dreizipfligen Deckschuppen, die aussehen wie kleine Mäuse, die sich in den Zapfen verkrochen haben.