Fotos – Blätter: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons · Früchte: Pere Orga, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Herkunft & Standort

Die Elsbeere ist ein heimischer, aber kaum bekannter Baum. Sie wächst in lichten, warmen Laubwäldern, oft auf kalkhaltigen Böden, und wird meist 15 bis 25 Meter hoch. Als sie 2011 zum Baum des Jahres gewählt wurde, kannten die meisten Menschen sie nicht einmal dem Namen nach.

Im Klimawandel

Weil sie wenig Schatten verträgt, wurde sie in den dunklen Buchenwäldern lange verdrängt. Genau das könnte sich nun ändern: Die Elsbeere kommt mit trockenen Sommern deutlich besser zurecht als die Buche und kann auch sehr trockene Standorte besiedeln. Forstleute sehen in ihr deshalb eine echte Alternative für den Waldumbau – eine heimische Art, die vom wärmeren Klima eher profitiert.

Wertvoll für Natur und Mensch

Ihr feinporiges Holz wird als „Schweizer Birnbaum“ gehandelt und erzielt bei Wertholzversteigerungen regelmäßig sehr gute Preise; einzelne Spitzenstämme brachten schon mehrere tausend Euro pro Kubikmeter. Ihre braunen, hell gepunkteten Früchte sind im teigig-reifen Zustand essbar und wurden früher als Heilmittel gegen Durchfall genutzt – darauf verweist ihr lateinischer Name torminalis. Vögel lieben sie, und die weißen Blüten im Mai versorgen viele Insekten.