Fotos – Blätter: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons · Früchte: Meneerke bloem, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Herkunft & Standort

Die Bergulme wächst bevorzugt in feuchten, nährstoffreichen Hang- und Schluchtwäldern der Mittelgebirge, gern zusammen mit Bergahorn und Esche. Sie wird bis zu 40 Meter hoch und ist an ihren großen, rauen Blättern mit dem typisch schiefen Blattgrund leicht zu erkennen. 1992 war sie Baum des Jahres.

Im Klimawandel

Die größte Bedrohung der Bergulme ist nicht die Trockenheit, sondern das Ulmensterben: Seit Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitet sich ein Pilz, der von Ulmensplintkäfern von Baum zu Baum getragen wird und die Wasserleitbahnen verstopft. Unzählige alte Ulmen sind daran abgestorben.

Junge Ulmen mit dünner Rinde bleiben oft lange verschont, weil die Käfer zur Brut ältere, geschwächte Bäume bevorzugen. Wenn wir junge Bergulmen im Mischwald pflanzen, erhalten wir die Art im Wald und geben ihr die Chance, sich über Generationen anzupassen.

Wertvoll für Natur und Mensch

Ihr zähes, schön gemasertes Holz wurde früher als „Rüster“ für Möbel und Wagenräder gehandelt. Ihre Blüten erscheinen schon im März und liefern frühen Pollen. Auf die Ulme spezialisierte Schmetterlinge wie der Ulmen-Zipfelfalter sind auf sie angewiesen – mit jeder Ulme verschwindet auch ein Stück Artenvielfalt.