Herkunft & Standort
Der Bergahorn ist ein Baum der Mittelgebirge und Alpen. Er liebt frische, nährstoffreiche Böden, kühle Schluchten und Hänge und kann über 30 Meter hoch und mehrere hundert Jahre alt werden. Wie sehr er zu den Bergen gehört, zeigt der Große Ahornboden im Karwendel: Dort stehen Tausende uralter Bergahorne auf einer Almwiese.
2009 war er Baum des Jahres.
Im Klimawandel
In der Jugend wächst der Bergahorn rasch und füllt Lücken im Wald schnell – eine wertvolle Eigenschaft bei der Wiederbewaldung. Trockene, heiße Sommer setzen ihm aber zu: Seit dem Dürresommer 2018 breitet sich in Deutschland die Rußrindenkrankheit aus, ein Pilz, der vor allem durch Hitze und Trockenheit geschwächte Ahorne befällt. Ihre Sporen können beim Menschen Atemwegsbeschwerden auslösen, deshalb werden befallene Bäume gekennzeichnet.
Am besten spielt er seine Stärken deshalb im Mischwald und an frischeren, kühleren Standorten aus.
Wertvoll für Natur und Mensch
Sein helles, feines Holz ist im Möbelbau und vor allem im Instrumentenbau begehrt: Die Böden vieler Geigen sind aus Bergahorn. Sein Laub zersetzt sich schnell und verbessert den Waldboden, und die Blütentrauben im Frühjahr sind eine reiche Nektarquelle für Bienen.